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Scheunenviertel Schlüsselburg

Schlüsselburg 03Neben zahlreicher Überschwemmungen durch die Weser zerstörten auch auffallend viele Großbrände in historischer Zeit mehrmals den Ort. Eben um sich vor sich vor Hochwasser zu schützen, standen so viele Gebäude wie möglich auf begrenztem höher gelegenem Terrain, so dass zwischen den Scheunengebäuden manchmal weniger als ein Meter an Platz verblieb. Der größten Brandkatastrophe am 4. September 1617, der bis auf das Amtshaus (die Burg), ein Bürger- und ein Backhaus alle Gebäude zum Opfer fielen, wird noch heute jährlich mit einem Kirchgang gedacht.

Das heute noch bestehende Scheunenviertel Schlüsselburgs lässt sich in die Zeit um 1600 – 1700 datieren. Als Standort wählte man die „Humke“, die höchste Erhebung des Gebietes. Die heute noch erhaltenen 26 Scheunen wurden auf dem dreieckigen Areal unter optimaler Platzausnutzung nach den Anforderungen der Be- und Durchfahrbarkeit der Scheunen errichtet. Das Scheunenareal ist heute Eigentum der Stadt Petershagen, nur die unmittelbar überbaute Fläche einer Scheune gehört dessen Besitzer. Das Scheunenviertel verdankt seine Erhaltung der landwirtschaftlichen Nutzung bis in die jüngste Vergangenheit. Auch heute dienen die Scheunen vielen Besitzern noch als Lagerraum. Ein Gebäude dient als „Partyscheune“ zu festlichen Veranstaltungen.

Schlüsselburg 04Schlüsselburg 05Schlüsselburg 01Schlüsselburg 02Nach der umfassenden Sanierung, die Ende der 1970er Jahre begonnen werden konnte, präsentiert sich das Scheunenviertel heute bis auf geringe (Fassaden-) Mängel in einem guten baulichen Zustand. Die Scheunen weisen den Typ der Zweiständerbauten in Fachwerkbauart oder zweischiffige Hallen mit tragenden massiven Außenwänden und mittlerer Holzstützenreihe auf. Die Mehrzahl besteht noch in ihrem ursprünglichen Konstruktionscharakter.

 

 

So finden Sie das Scheunenviertel Schlüsselburg